Zukunft. Weiterbildung. Handwerk.

Projekte

NACHHALTIGKEIT IN HANDWERKSBETRIEBEN STÄRKEN!

Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Laufzeit: 01.08.2018 – 31.07.2021

Ausgangslage

Die nationale Nachhaltigkeitsstrategie Perspektiven für Deutschland wurde 2002 von der Bundesregierung verabschiedet und wird in regelmäßigen Abständen fortgeschrieben und aktualisiert. Sie orientiert sich an den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030 der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals oder SDGs). Leitlinien der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie sind Generationengerechtigkeit, Lebensqualität, sozialer Zusammenhalt und internationale Verantwortung.

Parallel dazu wurde im Jahr 2017 mit dem Gesetz zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernlageberichten (CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz bzw. CSR-RUG) die CSRRichtlinie der EU in deutsches Recht umgesetzt. Die Berichtspflicht kann von börsennotierten Unternehmen an ihre Zulieferer weitergereicht werden, so dass in Zukunft auch kleine und mittelständische Unternehmen von dem Gesetz betroffen sein können.

Die vielfältigen Dimensionen der Nachhaltigkeit in ökonomischer, ökologischer und sozialer Hinsicht werden bisher nicht von allen Betrieben und Organisationen im Handwerk wahrgenommen. Im Handwerk agieren zwar viele Betriebe ganz selbstverständlich nachhaltig, sind sich dessen jedoch oft nicht bewusst oder sehen ihr nachhaltiges Handeln nicht als Besonderheit an. Die Potenziale einer gezielten betrieblichen Nachhaltigkeitsstrategie für eine zukunftsorientierte Ausrichtung der Geschäftsprozesse bleiben daher oft ungenutzt.

Eine Lösung für Betriebe, die die Transparenz ihrer Geschäftsprozesse für Kundinnen und Kunden, Zulieferer und Fachkräfte erhöhen und gleichzeitig ihre Berichtspflichten erfüllen wollen, bietet der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK). Dieses kostenfrei nutzbare Berichtsinstrument erfüllt die Vorgaben beider Standards. Darüber hinaus hilft eine „DNK-Erklärung“ Betrieben, ihre nachhaltigen Aktivitäten für Stakeholder und die Öffentlichkeit sichtbar zu machen und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung aufzuzeigen.

Kurzdarstellung und Projektziel

In Anerkennung der besonderen Bedeutung der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (BNE) haben die Vereinten Nationen sich auf ein Weltaktionsprogramm bis zum Jahr 2030 verständigt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ist das für den Agendaprozess zur BNE in Deutschland federführende Bundesressort. Der am 20.06.2017 von der Nationalen Plattform BNE verabschiedete Nationale Aktionsplan BNE beschreibt gegliedert nach Bildungsbereichen Ziele, Handlungsfelder und Maßnahmen im Rahmen des Nachhaltigkeitsziels „hochwertige Bildung“ (SDG 4). Die am Nationalen Aktionsplan beteiligten Akteure haben sich zur Unterstützung diverser konkreter Maßnahmen verpflichtet. Das von der ZWH durchgeführte Projekt „Nachhaltigkeit in Handwerksbetrieben stärken!“ setzt das gemeinsame Commitment des Zentralverbands des Deutschen Handwerks und des BMBF zum Nationalen Aktionsplan BNE um.

Hierbei entwickelt die ZWH Unterstützungsangebote für Inhaberinnen und Inhaber sowie Führungskräfte kleiner und mittlerer Handwerksbetriebe, die ihr Profil beim Thema Nachhaltigkeit schärfen wollen. Gemeinsam mit Nachhaltigkeits-Pionierinnen und Pionieren aus dem Handwerk werden praktische und nutzerfreundliche Werkzeuge entwickelt, die die Betriebe bei der Erstellung ihrer DNK-Erklärung und in der Entwicklung einer nachhaltigen Strategie unterstützen. Damit werden kleine und mittelständische Betriebe im Handwerk qualifiziert, ihre Geschäftsprozesse zukunftsorientiert auszurichten und Standards zur Nachhaltigkeit rechtssicher zu erfüllen.

Im Ergebnis des Projekts werden dem Handwerk ein branchenspezifischer Leitfaden zur Nachhaltigkeit des Handwerks (angelehnt an den DNK) sowie ein Nachhaltigkeits-Navigator für Handwerksbetriebe vorliegen.

Darüber hinaus plant die ZWH, die vielfältigen Aktivitäten des Handwerks im Themenfeld Nachhaltigkeit für eine breitere Öffentlichkeit und für die Betriebe selbst sichtbarer zu machen.

Förderung

 

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