Zukunft. Weiterbildung. Handwerk.

Lehrgänge

Trends erkennen, Ideen entwickeln

Über unser Technologie- und Fortbildungsmonitoring erfolgt eine kontinuierliche Bildungsmarktbeobachtung zur Aufdeckung potenzieller Geschäftsfelder für handwerkliche Bildungszentren.

Auf Basis dieses Monitoringprozesses werden Qualifikationsbedarfe aufgrund von technologischen Innovationen identifiziert sowie am Markt befindliche innovative Produktideen aufgedeckt und mit dem Qualifizierungsbedarf im Handwerk abgeglichen. Die Ergebnisse des Monitorings dienen als Grundlage für die Entscheidung über neu zu entwickelnde Produkte im Rahmen des ZWH-Bildungs- und Arbeitsprogramms.

Der Monitoringprozess

Zur systematischen Ideenfindung wurde mit dem Heinz-Piest-Institut (HPI) für Handwerkstechnik an der Leibniz Universität Hannover ein Verfahren zum Technologie und Fortbildungsmonitoring entwickelt. Dieses basiert auf vier Säulen:

  • dem Technologie- und Qualifikationsmonitoring,
  • der Angebots- und Wettbewerberanalyse,
  • der Bedarfserhebung in Form einer Expertenbefragung handwerklicher Bildungsstätten sowie
  • dem Aufbau eines Ideenspeichers nach Innovationsfeldern.

Der Monitoringprozess wird zweimal jährlich durchgeführt und den Mitgliedern der ZWH gespiegelt.

Ausgewählte Prozessinstrumente im Detail

Das Technologie- und Qualifikationsmonitoring

Über das Technologie- und Qualifikationsmonitoring sollen technologische Innovationen frühzeitig aufgedeckt, daraus resultierende Geschäftsfelder aufgezeigt sowie Fortbildungsideen abgeleitet werden. Bereits in dieser Phase wird eruiert, inwiefern technologische Entwicklungen Qualifizierungserfordernisse im Handwerk hervorrufen können. Die Ergebnisse des Technologie- und Qualifikationsmonitoring werden in einem Bericht anhand der Kriterien Innovationsgehalt, Diffusionsgrad, Geschäftsmodelle und Entwicklungschancen, Systemische Bewertung (gewerkeübergreifende Auswirkungen), Qualifizierungsbedarf aufbereitet.

Die Angebots- und Wettbewerberanalyse

Durch eine kontinuierliche Bildungsmarktbeobachtung, inkl. der Entwicklung von Benchmarking-Kennziffern für das Produktportfolio der BBZ, werden Produkt- und Dienstleistungsideen von Bildungsanbietern auch außerhalb des Handwerks aufgedeckt. Im Untersuchungsfokus stehen sowohl berufliche- als auch hochschulische Bildungsanbieter. Als Analysebasis dienen die Bildungsprogramme der Marktanbieter. Auch erfolgt ein Screening einschlägiger Weiterbildungsdatenbanken ebenso wie eine Schlagwortsuche über einschlägige Internetsuchmaschinen. Am Ende dieser Phase steht eine umfassende Produktsammlung.

Die Deckungsanalyse

Im Anschluss an die Produktsammlung erfolgt die Deckungsanalyse und damit einhergehend die Selektion und das Clustern der Produkte. Alle Produkte werden nach vordefinierten Kriterien geprüft und ggf. aussortiert. Ähnliche Produkte werden in Produktgruppen sortiert. Des Weiteren wird geprüft, inwieweit die Handwerkskammern die ausgewählten Produkte bereits anbieten und in welcher Form. Auf diese Weise wird der Deckungsabgleich ermittelt.

Bedarfserhebung in Form einer Expertenbefragung – Produktbewertung

Um die Produkte aus dem Technologiemonitoring sowie der Angebots- und Wettbewerberanalyse hinsichtlich Ihrer Marktgängigkeit zu überprüfen, werden die Ergebnisse in einen Fragebogen überführt. Der Fragebogen wird Experten aus den Bildungszentren der Handwerkskammern zur Bewertung vorgelegt (Stichprobe). Die ZWH entwickelt das Befragungsdesign, führt die Befragung durch, wertet diese aus und dokumentiert die Ergebnisse in einem Monitoringbericht. Der Monitoringbericht stellt die Grundlage für die weitere Produktentwicklung dar.

Aufbau eines Ideenspeichers nach Innovationsfeldern

Auf Basis der bewerteten Ergebnisse werden im Rahmen von Expertenworkshops Ideenskizzen entwickelt, die dem ZWH-Lenkungsausschuss zur Bewertung vorgelegt werden. Der Lenkungsausschuss entscheidet auf Basis der Ideenskizze, ob ein Produkt entwickelt, ob eine Produktidee zurückgestellt bzw. ob eine Produktidee verworfen werden soll.

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